Film „In Auschwitz gab es keine Vögel“

10. November 2020
19:00
Sonnemannstraße 13, 60314 Frankfurt
Filmforum Höchst
Film „In Auschwitz gab es keine Vögel“
gregorpraml
Zu Gedenken an den 9./ 10. November 1938
In Zusammenarbeit mit der AG Geschichte und Erinnerung Höchst
 

Bald wird es keine Überlebenden des Holocaust mehr geben – und wer erzählt dann?

Das haben sich die Autorin Monika Held und der Kontrabassist Gregor Praml gefragt und sich dafür entschieden, selbst zu Erzählenden zu werden. Aus Helds Roman „Der Schrecken verliert sich vor Ort“ haben sie im November 2019 eine KonzertLesung auf die Bühne gebracht, die sich vor allem an Schüler und Schulklassen richtet. Titel der einstündigen Produktion: In Auschwitz gab es keine Vögel. Texte (gelesen von der Autorin) und Livemusik (Kontrabass + Loops & Effekte) werden durch die sehr persönlichen O-Töne des Zeitzeugen Hermann Reineck ergänzt, aus dessen Überlebensgeschichte der Roman und die Figur Heiner entstanden sind.

Durch die Folgen der Corona-Pandemie mussten viele Veranstaltungen abgesagt und alle außerschulischen Aktivitäten eingestellt oder verschoben werden. Um dem entgegen zu wirken, haben Held und Praml mit dem Filmemacher Mathias Hundteine Alternative erarbeitet: eine filmische Umsetzung der KonzertLesung.

Der Film folgt der Ursprungsidee, eine Lesung mit live dargebotener Musik zu verknüpfen, die nicht nur als Begleiter, sondern auch als eigene Stimme fungiert und selbst zum Erzähler in musikalischer Form wird. Der Filmemacher Mathias Hundt arbeitet mit nur einer Kamera, die den Zuschauer durch die Geschichte führt. Sie gibt einen klaren Focus vor und ermöglicht es, ganz nah bei den Protagonisten der KonzertLesung zu sein. Das Ziel ist, Platz und Raum für die Erzählung der Geschichte zu lassen.