Rock wie Hose

Die Tanzperformance "Rock wie Hose" hinterfragt spielerisch die "typischen" Geschlechterzuschreibungen, dabei wird viel ausprobiert – Bewegungen, Klamotten, Frisuren, Requisiten – das Stück wirbelt alles einmal durcheinander. Der Breakdancer ist auf dem Laufsteg auch mal ein "Girly" und die Tänzerin spielt im Tanzring mit ihren Muskeln.
Mit Elementen aus dem zeitgenössischen Tanz, der HipHop-Battlekultur, dem Aikido- Stockkampf und einer Sound- und Musikcollage aus „echten“ Kinderstimmen werden die Rollenklischees kräftig durchgeschüttelt: eben, Rock wie Hose!

Premiere: 21. September 2016 - Frankfurt, Theaterhaus Frankfurt

Choreografie: Célestine Hennermann
Tanz: Katharina Wiedenhofer & Albi Gika
Musik/Komposition: Gregor Praml
Bühne/Kostüm: sounds of silence (Susanne Kessler & Petra Eichler)
Dramaturgie: Claudia Praml
Konzept & Idee: Célestine Hennermann & Claudia Praml

ANTIGONE

von Jean Anouilh für alle ab 12 Jahren

Eine Produktion von TheaterGrueneSosse & Theaterhaus Ensemble

Regie: Rob Vriens
Dramaturgie: Susanne Freiling/Gordon Vajen
Komposition und Live-Musik: Gregor Praml
Kostüme: Kerstin Laackmann
Regieassistenz: Julia Buchberger

Schauspieler: Willy Combecher, Günther Henne, Sigi Herold, Michael Meyer, Uta Nawrath, Friederike Schreiber, Susanne Schyns, Verena Specht-Ronique

Premiere: 07.10.2016

ntigone ist jung und sie hat eine Entscheidung getroffen: Sie wird ihren Bruder beerdigen, der im Kampf getötet wurde. Obwohl König Kreon das bei Todesstrafe verboten hat. Der König befiehlt, dass der Tote unbestattet liegen bleibt und zum Himmel stinkt. Denn Antigones Bruder war ein Aufrührer, ein Rebell und der König muss die Ruhe im Land wieder herstellen und zeigen, wer der Stärkere ist. Doch Antigone widersetzt sich. Für sie ist das universelle Menschenrecht auf eine würdige Bestattung höher einzuschätzen als das Gesetz des Königs. Und nichts kann sie von ihrem Plan abbringen.
„Jeder tut was er muss. Kreon muss uns töten lassen und wir müssen unseren Bruder bestatten. So sind die Rollen verteilt. Was sollen wir sonst tun?“
Diese Tragödie, eine der ältesten und schönsten Geschichten der Welt, ist heute so aktuell wie nie, wo die ganze Welt dröhnt und tobt und stöhnt. In Rob Vriens´ Inszenierung spielen vier Frauen und vier Männer miteinander und gegeneinander. Alle sind Antigone, alle sind Kreon und sie stellen sich gemeinsam mit dem Publikum den drängenden Fragen: Was kann ich als Einzelner tun? Wo habe ich das Recht und sogar die Pflicht, nein zu sagen auch wenn der Gegner übermächtig erscheint? Welche Auswirkungen hat mein Handeln? Ist das Leben nicht wichtiger als das Gesetz?
Grundlage der Inszenierung ist der Text von Jean Anouilh von 1949, der in moderner Sprache geschrieben ist und den Konflikt sehr verständlich und heutig verhandelt. Textpassagen von Sophokles, Euripides, Vekeman u.a. können einfließen.

tri.of.us

Jazz Piano Trio
auf der Suche nach neuen Wegen in der Königsdiziplin

Jens Hubert

Piano

Gregor Praml

Kontrabass / FX

Bernhard Schullan

Schlagzeug

Ein Pianist, ein Bassist und ein Schlagzeuger machen gemeinsame Sache. Der eine ist Jazzmusiker durch und durch, der zweite hat es studiert, hat sich aber zwischenzeitlich auf den Tango und die Theater- und Bühnenmusik konzentriert und der dritte sieht darin schon seit vielen Jahren seine große Passion. Was passiert, wenn sie nun als Trio aufeinander treffen? Sie wollen die Königsdisziplin des Jazzpianotrios aufbrechen, ihr neue Facetten verleihen. Alles ist erlaubt, sei es der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln, wenn Bassist Gregor Praml mit seinen Effekten Instrumente vervielfacht oder verfremdet, der Griff zu ungewöhnlichen Klangmöglichkeiten von Bernhard Schullan am Schlagzeug oder das Songwriting von Pianist Jens Hubert, der dafür gerne die Grenzen des Jazz verlässt und die Tore aufstößt zu Rock, Blues oder Grunge. Hier sind keine Individualisten am Werk: die drei Musiker arbeiten gemeinsam an den Arrangements. Ein neues- Trio stellt sich vor: Triofus!

miniMAX

Die Modern-Tänzerin Katharina Wiedenhofer und der B-Boy Albi Gika entdecken gemeinsam mit dem Musiker Gregor Praml am Kontrabass spielerisch die Welt der Gegensätze. Groß/Klein, Dick/Dünn, Schwer/Leicht, Laut/Leise, Stillstand/Aktion werden tänzerisch und musikalisch erforscht, dabei schlüpfen die Darsteller immer wieder in das Spielen bekannter Kinderspiele. MiniMAX verbindet das kindliche Spiel mit den Fragen nach Gegensätzen.

Premiere: 27. September 2013 - Düsseldorf, Tanzhaus NRW

Choreografie: Célestine Hennermann
Tanz: Katharina Wiedenhofer & Albi Gika
Kontrabass/Live Musik/Komposition: Gregor Praml
Bühne/Kostüm: sounds of silence (Susanne Kessler & Petra Eichler)
Dramaturgie/Produktion: Claudia Praml
Konzept & Idee: Célestine Hennermann & Claudia Praml

EINE LACHT, EINE WEINT, EINE BLEIBT

Von Finegan Kruckemeyer

Eine Produktion des Theaterhaus Frankfurt in Koproduktion mit dem Stadttheater Aschaffenburg

Regie: Rob Vriens
Bühne: Marlies Schot
Dramaturgie: Susanne Freiling
Komposition und Live-Musik: Gregor Praml
Kostüme: Kerstin Laackmann
Regieassistenz: Sophie Hübner

Schauspieler: Uta Nawrath, Günther Henne, Michael Meyer, Susanne Schyns, Mirjam Tertilt, Elena Thimmel

Premiere: 28.09.2014

Drei Schwestern wachsen glücklich in ihrer Familie auf. Doch ein Unglück geschieht und die Familie bricht auseinander. Der Vater bringt seine Töchter fort: Sorgt für euch selber und seht zu, wie ihr klarkommt!
Und das machen die drei. Albienne geht nach Osten, der Sonne entgegen, Beatrix nach Westen mit der Sonne im Rücken und Carmen bleibt an ihrem Platz im Wald und baut ein Haus.
Ein phantastisches Abenteuer beginnt, denn die Mädchen probieren alles aus: Sie werden Kriegerin und Hausfrau, Köchin und Superstar, Mutter und Forscherin. Nach 20 Jahren kommen Albienne und Beatrix dort wieder an, wo ihre Schwester Carmen auf sie gewartet und ihr Leben gelebt hat. Alle haben sich verändert und sind sich doch treu geblieben.
Mit der glücklichen Wiedervereinigung der drei Heldinnen erfüllt sich, was den Kern dieses Mut machenden Märchens ausmacht: Entscheidungen, die wir im Laufe unserer Geschichte treffen, können revidiert werden, Lebenswege sind veränderbar, und selbst wenn es länger dauert als gedacht, zur Not findet man doch immer wieder nach Hause zurück – oder zumindest zu sich selbst.

TSCHICK

von Wolfgang Herrndorf

Tschick ist der Neue in der Klasse 8b, eigentlich heißt er Andrej Tschichatschow und kommt aus Russland, aber da sich diesen Namen sowieso keiner merken kann, wird er Tschick genannt. Keiner kann Tschick leiden, er hat die falschen Klamotten an und stinkt phasenweise nach Alkohol, außerdem umweht ihn ein Hauch von Russenmafia. Im Unterricht sagt Tschick fast nie was, hat es aber in drei Jahren von der Förderschule auf das Gymnasium geschafft. Maik ist der andere Außenseiter der Klasse, er kommt aus ehemals reichem Elternhaus, jetzt ist sein Vater kurz vor der Pleite, die Mutter Alkoholikerin und Maik "wohlstandverwahrlost". Die großen Ferien beginnen und da die beiden sowieso keiner vermisst, machen sie sich zu einer Reise in die Walachei auf, wo Tschicks Großvater lebt. Dazu hat Tschick einen schrottreifen Lada geklaut, den er selber fährt. Was die beiden auf ihrer Fahrt ins "Irgendwo im Nirgendwo" erleben, ist komisch und berührend, manchmal gefährlich aber nie langweilig.

Einfühlsam gelingt es dem Autor Wolfgang Herrndorf die Welt aus der Perspektive zweier jugendlicher Außenseiter zu schildern. Tschick wurde zum Überraschungserfolg der diesjährigen Buchsaison und auf der Leipziger Buchmesse mit dem Zuschauerpreis ausgezeichnet.

Premiere: 7. Juni 2013

Theater Oberhausen, Spielstätte: Stadion RW-Oberhausen

Regie: Karsten Dahlem
Bühne & Kostüme: Justyna Jaszczuk
Musik: Gregor Praml
Dramaturgie: Simone Kranz

DIE RÄUBER

von Friedrich Schiller
Regie: Karsten Dahlem
Dramaturgie: Simone Kranz
Bühne: Claudia Kalinski
Kostüme: Justyna Jaszczuk
Musik/Komposition: Gregor Praml

Premiere: 9.5.2014

Wut, rasende Wut: Zwei Brüder von unterschiedlicher Natur, zwei Söhne, getrieben, die Gesetzmäßigkeiten ihrer Blutsbande zu zerstören – Karl und Franz eifersüchtig auf der Jagd nach Liebe und väterlicher Anerkennung …

Während Franz Zeit seines Lebens um die Zuneigung des Vaters kämpft, kehrt Karl diesem den Rücken und flüchtet vor dessen schier erdrückender Liebe in ein ausschweifendes Studentenleben. Franz wittert seine Chance und will zerstören – zerstören, was schon immer wie eine Natter an ihm nagte. Voller Hass spinnt er ein Netz aus falschen Briefen, Misstrauen und Intrigen, bis der Vater schließlich seinen ältesten, geliebten Sohn Karl verstößt, der ihn reumütig um Verzeihung bitten wollte. Augenblicklich steht Karl vor dem Nichts, der Weg zurück, nach Hause, in die Arme seiner Amalie, zu seinem Vater scheint unmöglich. Der Vielgeliebte wird zum Ausgestoßenen – die väterliche Zurückweisung für Karl eine Absage an die bürgerliche Ordnung. Blind vor Wut schlägt er um sich, während seine Freunde, die Gunst der Stunde nutzend, sich zu einer Bande zusammenrotten und ihn zu ihrem Anführer machen. Als Räuberhauptmann will Karl in den böhmischen Wäldern als Retter und Rächer der Unterdrückten kämpfen und so das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse wieder herstellen, doch seine Ziele verlieren sich. Er muss mit ansehen, wie die Gruppe mordet, stiehlt und verwüstet. Wieder scheint Karl der Weg zurück unmöglich und so schwört er seinen Freunden ewige Treue, bis in den Tod.

Die Räuber sind Friedrich Schillers erstes großes Drama. Der Ruhm des Stückes bei Schillers Zeitgenossen gründete sich vor allem auf die Uraufführung von 1782, bei der Schiller selbst anwesend war, worauf er wegen unerlaubter Entfernung aus Stuttgart vom württembergischen Herzog mit 14 Tagen Arrest bestraft wurde. Ein Augenzeuge der Aufführung schreibt: „Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, geballte Fäuste, stampfende Füße, heisere Aufschreie im Zuschauerraum! Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Thüre. Es war eine allgemeine Auflösung wie im Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht.“

Die Räuber werden von Regisseur Karsten Dahlem inszeniert, dessen moderne Bearbeitung von Frank Wedekinds Pubertätsstück Frühlings Erwachen in der Spielzeit 2011/12 mit dem Oberhausener Theaterpreis für die beste Inszenierung ausgezeichnet wurde. In der Spielzeit 2012/13 inszenierte Karsten Dahlem eine Adaption von Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick am Rhein-Herne Kanal und im Niederrhein-Stadion. Nach zwei spannenden Außenprojekten arbeitet er nun in Oberhausen erstmals auf der Bühne im Großen Haus.

elephant walk

Wie läuft der Pinguin im Vergleich zum Menschen und wie bewegt sich ein Tiger? Nach ihrem Erfolgsstück „Ich sehe was, was du nicht siehst“ beschäftigt sich die Frankfurter Choreografin Célestine Hennermann in ihrer neuen Arbeit mit den Bewegungen von Tieren. Die zeitgenössische Tänzerin Katharina Wiedenhofer und der HipHop-Tänzer Albi Gika spielen mit den typischen Bewegungsabläufen von Elefant, Hund, Katze und Co. und bringen ein besonderes Requisit zum Einsatz: Mehr als ein Dutzend Eimer in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Größen dienen als Elefantenfuß, Kopfbedeckung, Pfote, aber auch als Bühnenbild und Sitzgelegenheit. Zur Soundcollage, die eigens von dem Frankfurter Komponisten Gregor Praml entwickelt wurde, lädt „elephant walk“ die jungen Zuschauer in eine Welt der kleinen und großen Überraschungen ein.

Eine Produktion von Célestine Hennermann, koproduziert durch das tanzhaus nrw im Rahmen von „Take-off: Junger Tanz“ und dem Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Tanzlabor_21/Tanzbasis Frankfurt_Rhein_Main. Gefördert durch die Stadt Frankfurt am Main, die BHF-Bank Stiftung und das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst. „Take-off: Junger Tanz“gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf sowie das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW. „Take-off: Junger Tanz" ist eine Kooperation Düsseldorfer Kultur-, Bildungs- und Sozialeinrichtungen unter der Gesamtleitung des tanzhaus nrw.

Uraufführung

Tanztheater für alle von 0 bis 4 Jahren

Choreographie: Célestine Hennermann
Tanz: Katharina Wiedenhofer und Albi Gika
Musik: Gregor Praml
Dramaturgie: Johanna Milz
Bühne/Kostüme: Sound of Silence

FRÜHLINGS ERWACHEN

nach Frank Wedekind

Wendla ist vierzehn, ihre Mutter findet, sie zieht sich zu aufreizend an. Auf die Frage : „warum“, reagiert die Mutter ausweichend. Moritz ist ein Schulversager, obwohl er Tag und Nacht büffelt, sind seine Noten so schlecht, dass er Angst hat, von der Schule zu fliegen. Melchior könnte der Beste in der Klasse sein, doch sein aufmüpfiges Betragen passt den Lehrern nicht. Die Ausgangs-situation von Frank Wedekinds erstem großen Bühnenerfolg "Frühlingserwachen" aus dem Jahr 1890 läßt sich ohne Weiteres auf heutige Jugendliche übertragen. Doch Wedekind beschreibt auch die sexuellen Nöte der drei: Wendla wird von Melchior ungewollt schwanger, ihre Mutter zwingt sie zu einer Abtreibung, bei der Wendla stirbt. Moritz kann, statt zu lernen, irgendwann nur noch an Sex denken und bringt sich um. Melchior fühlt sich für den Tod der beiden verantwortlich und steht ebenfalls kurz vor dem Selbstmord.

Pubertät, erste Liebe und der Umgang mit Sexualität verlaufen meist krisenhaft. Für heutige Jugendliche kommt der Spagat zwischen der eigenen Entwicklung und der Allgegenwart von Sex in den Medien hinzu. Besonders junge Menschen mit Migrationshinter-grund, die oft in divergierenden Wertesystemen groß werden, haben es schwer einen selbstbestimmten Zugang zu ihrer Sexualität zu entwickeln. Wie läßt sich etwa eine streng religiöse Erziehung mit der freien Verfügbarkeit von Sex und der Omnipräsenz sexueller Bilder in Einklang bringen?

Regie: Karsten Dahlem
Musikalische Leitung: Gregor Praml
Dramaturgie: Simone Kranz
Bühne & Kostüme: Inga Timm

HEUTE BIN ICH BLOND

von John von Düffel
nach dem Roman von Sophie van der Stab
Regie: Karsten Dahlem
Dramaturgie: Dianan Insel
Bühne/Kostüme: Giulia Paolucci
Musik/Komposition: Gregor Praml

Premiere: 14.12.2014

Die junge Sophie ist hübsch, voller Pläne und gerade dabei, sich frisch zu verlieben. Doch plötzlich der Schock ihres Lebens: Diagnose Krebs. Die Heilungschancen bei dieser seltenen und aggressiven Krebsform sind eher gering. Soeben in ein selbstständiges Leben gestartet, steht sie nun vor dem drohenden Ende. Doch sie will nicht aufgeben. Anstatt sich zu verkriechen, sagt sie der Krankheit den Kampf an. Ihr neues Zuhause: die Onkologie. Dort trifft sie auf den liebenswerten Pfleger Bastian, den sie schnell ins Herz schließt und zu dem sie Vertrauen fasst. In dieser ungewohnten Umgebung lässt Sophie ihr altes Leben hinter sich. Da sie durch die Chemotherapie ihre Haare verliert, kommt ihr eine Idee: Perücken sollen ihr diese Phase der Krankheit zumindest etwas erleichtern. Mittels unterschiedlicher Frisuren und Haarfarben erdenkt Sophie sich unterschiedliche Identitäten. So schlüpft sie in immer neue Rollen und Lebensentwürfe. Was als unterstützende Maßnahme begann, entwickelt sich schnell zur Überlebensstrategie. Mit Hilfe der vielen neuen Ichs hält sie an ihrem Leben und der Lust, lebendig zu sein, unerschütterlich fest.

Dieses berührende und lebensbejahende Stück, das auf der gleichnamigen Autobiografie von Sophie van der Stap beruht und von dem bekannten Autor und Dramaturg John von Düffel für die Bühne bearbeitet wurde, ist eine reine Kampfansage an den Tod.

Die große Erzählung

Nachdem die naXoshalle – man denke nur an die legendäre Ü4 Familiendisco im dortigen Theater Willy Praml seit 2009 – auch beim Nachwuchs Kultstatus gewonnen hat, gibt es dort ab Mai 2011 ein großes Theaterereignis für Kinder und Familien, eben für die ganze Familie, an diesem Ort zu erleben:

Erzählt werden die unglaublichen Irrfahrten des großen antiken Helden Odysseus aus dem Blickwinkel von Rico, einem liebenswerten aber einfachen Jungen aus der Provinz

Der kleine Rico (wie sein italienischer Autor BRUNO STORI) ist ein herrlicher Geschichtenerzähler – und die naXoshalle ist ja auch schon ... fast ... Giechenland ...

Die Odyssee in einer Stunde

von Bruno Stori

ab 8+

Premiere: 5. Mai 2011

im Theater Willy Praml
Naxoshalle, Frankfurt/Main

Regie: Jürgen Flügge
Schauspiel: Tino Leo
Musik: Gregor Praml

BREMER STADTMUSIKANTEN

eine Produktion des THEATER BREMEN
Premiere: 13.11.2011

Mitten im Nirgendwo treffen vier sehr unterschiedliche Tiere zufällig aufeinander: Hahn, Katze, Hund und Esel. Eines haben sie wider Erwarten gemeinsam. Keiner von ihnen findet seinen Platz im Leben. Doch was machen vier ausgemusterte, scheinbar zu allem untaugliche Tiere, deren einzige Zukunft Perspektivlosigkeit heißt? Ganz klar: Sie gründen eine Band und gehen nach Bremen! Bremen, die tolle Stadt, in der jeder Kunst machen und sein Glück finden kann. Eine riskante und abenteuerliche Reise in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten beginnt.
Das beliebte Märchen der Gebrüder Grimm, das Märchen für die Hansestadt schlechthin, wird am Theater Bremen dieses Jahr in einer aktualisierten Bühnenfassung neu erzählt. Zahlreiche Gefahren begegnen den vier Tieren auf dem Weg zur Erfüllung ihrer Träume. Dabei müssen sie sich den alten Fragen nach dem Wert von Freundschaft und Zusammenhalt noch einmal ganz neu stellen, um zu erkennen: Gemeinsam sind wir stark!
Der Regisseur Karsten Dahlem, der bereits in der letzten Spielzeit mit »Ronja Räubertochter« das Bremer Publikum bezauberte, wird in dieser Spielzeit zum zweiten Mal das »Stück für die ganze Familie« inszenieren.

Regie: Karsten Dahlem
Musikalische Leitung: Gregor Praml
Dramaturgie: Diana Insel
Bühne & Kostüme: Inga Timm

Pressestimmen:

[...] ein sehr intelligent erweitertes und brillant inszeniertes Märchen [...] Mit der konzeptionellen Weiterentwicklung der „Stadtmusikanten" durch Dahlem und die Dramaturgin Diana Insel bestätigt das Bremer Theater den schon im vorigen Jahr bei Dahlems „Ronja" zu beobachtenden Kurs, mit dem „Weihnachtsmärchen" wirklich etwas zu wollen: Verzauberung, aber auch intelligente Unterhaltung, gar Aufklärung [...] Perfekt -- für alle Altersgruppen -- ist die Inszenierung der Tiere. [...] Selten sieht man so gut gespielte Tiere. [...] Eine tolle Inszenierung [...].
(Henning Bleyl, taz)
[...]

[...] Seine Leseart erwies sich bei der Uraufführung am Sonntagabend als derart geistvoll, anrührend und ironisch, dass sich getrost vom besten Weihnachtsmärchen sprechen lässt, seit es zuletzt Hahn, Katze, Hund und Esel gelungen ist, eine Pyramide zu bilden. Und das ist verdammt lange her. [...] Dass diese Diskrepanz aus Gemeinsinn und Egoismus aus Geist und Gier funktioniert, liegt in den Schauspielleistungen dieses Ensembles begründet. Wie Christoph Rinke seiner Figur eitel und flatterhaft stolzieren lässt, ist nicht die schlichte Parodie eines stolzen Hahns, sondern vielmehr die Annäherung an einen Charakter mit all seinen liebenswerten Schwächen. Großartig auch, wie Alice Krimmel ihrer Katze eine charmante Form der Kratzbürstigkeit verleiht. Das tierische Quartett: Es zeigt das ganze Spektrum des zutiefst menschlichen Fühlens und Denkens. Während die Menschen dagegen sich als eigentliche Tiere erweisen. Eine Ambivalenz, die so manchen Casting-Fan die Augen öffnen dürfte. [...]
(Johannes Bruggaier, Kreiszeitung)[...]

[...] Ob nun wirr oder witzig -- das neue Bremer Weihnachtsmärchen ist auf jeden Fall originell
(Sven Garbade, Nordwest-Zeitung online)[...]

Karsten Dahlem hat sich „Die Bremer Stadtmusikanten" vorgenommen und das Stück massiv entstaubt. Cooler Hip Hop, schräge Kostüme, reduzierte Bühne und ein paar eingestreute Gags sorgen über weite Strecken für gute Familienunterhaltung. Und es ist auf der Bühne auch noch so bunt und laut, der Kern des Märchens bleibt. [...] Viel Applaus!
(Corinna Laubach, Bild)

RONJA RÄUBERTOCHTER

eine Produktion des THEATER BREMEN
Premiere: 21.11.2010

Ronja ist die Tochter von Mattis, einem waschechten Räuber. Er und seine Räuberbande versetzen ihre Umwelt in Angst und Schrecken und leben nicht schlecht von ihren Raubzügen auf der Mattisburg mitten im Mattiswald. Später einmal soll Ronja die Nachfolgerin ihres Vaters und damit die Anführerin der gesamten Räuberbagage werden. Denn sie ist wie er – stark, mutig und sturköpfig. Doch bevor es so weit ist, soll sie erst einmal die Welt außerhalb der Burg kennen lernen und auf eigenen Beinen stehen. Vor allem soll sie lernen, sich zu hüten: Vor den Wilddruden, den Graugnomen und vor dem Höllenschlund. Also macht sie sich allein auf in den Wald und übt, auf der Hut zu sein – vor allem Bösen und Gefährlichen, vor dem sie ihre Eltern gewarnt haben. Ronja lernt aber auch, dass die Welt da draußen viel größer ist, als sie gedacht hatte. Auf ihrem Abenteuerweg ins eigene Leben entdeckt sie Neues wie Liebe, aber auch Feindschaft und Kampf. Als sie auf Birk, den Sohn des verfeindeten Räuberhauptmannes Borka trifft, sich mit ihm anfreundet, und ihr diese Freundschaft von ihren Eltern verboten wird, will sie auch nicht mehr in die Fußstapfen ihres Vaters samt seines unmenschlichen Berufes treten. Sie zieht kurz entschlossen mit Birk in den Wald. Dort erfährt sie, wie schmerzhaft Abschied und auch Heimweh sein können, wie wichtig Zusammenhalt ist, und dass der Sternenhimmel über dem Wald derselbe ist wie einst der über ihrem Zuhause.
Astrid Lindgren schrieb diese bezaubernde Fabel vom Erwachsenwerden und dem Aufbegehren gegen die Vorbilder und Vorstellungen unserer Eltern. Sie erschuf mit der kleinen aufmüpfigen Ronja Räubertochter eine der beliebtesten Figuren der Kinderliteratur.
Der Regisseur Karsten Dahlem, der für »Moby Dick« am Landestheater Linz mit dem Theaterpreis »Stella« für die beste österreichische Inszenierung in der Kategorie Kinder- und Jugendtheater ausgezeichnet wurde, wird diese abenteuerliche Geschichte ums Räuber-Sein oder Nicht-Sein inszenieren.

Regie: Karsten Dahlem
Bühne: Christa Beland
Kostüme: Katja Fritzsche
Musikalische Leitung: Gregor Praml

Pressestimmen

„Poppig, modern und höchst unterhaltsam wurde der Kinderbuch-Klassiker aufgefrischt. So begeisterte die Premiere nicht nur die jungen Besucher. […] Alles stimmig, alles gut. […] So macht das Räuberleben Spaß.“

Sven Garbade, Nordwest-Zeitung


„Cool, cooler, Ronja! Die Räubertochter begeistert am Goetheplatz. […] Diese Ronja-Show macht Spaß.“

Corinna Laubach, Bild


„Ein behutsamer Einsatz musikalischer Stilmittel verhindert das bei Weihnachtsmärchen so oft gepflegte Abdriften in eine Nummernrevue, und die komödiantischen Elemente verraten zu keiner Zeit die Substanz des Stücks. ‚Ronja Räubertochter’ ist immer noch zu allererst ein großer Roman. In der Inszenierung von Karsten Dahlem ist er aber darüber hinaus: ein eindrucksvolles Drama.“

Johannes Bruggaier, Kreiszeitung

DIE 39 STUFEN

Alfred Hitchcocks Film nach John Buchans Spionagethriller ist eingefleischten Krimikennern schon immer ein besonderer Kinogenuss gewesen. Doch nun hat Patrick Barlow daraus das perfekte Theatervergnügen gezaubert: Vier Schauspieler in mehr als hundert Rollen nehmen uns mit auf Richard Hannays abenteuerliche Reise von London in die schottischen Highlands, wohin der vermeintliche Mörder flieht, um nicht nur seine Unschuld zu beweisen, sondern auch den Spionagering der "39 Stufen" aufzudecken. Keine der fast legendären Szenen wurde dabei ausgelassen: Weder die Fahrt im "Flying Scotsman" und die Flucht über die Forth-Bridge, noch die berühmte Handschellen-Szene und das Finale im Londoner Palladium.

Mit feiner Ironie und kräftiger Theateraktion wird die Geschichte des unschuldig in einen Mord verwickelten Mannes erzählt, dem es schließlich gelingt, den Chef der feindlichen Spionageorganisation zu stellen und sein Land zu retten.

Premiere: 27.10.2012

Theater Koblenz, Großes Haus


Regie: Karsten Dahlem
Musik: Gregor Praml
Dramaturgie: Juliane Wulfgramm
Bühne: Dirk Steffen Göpfert
Kostüme: Giulia Paolucci

BÜCHNER. LENZ & SCHUBERT. SCHÖNE MÜLLERIN

LENZ ist die Geschichte von einem, der nicht mehr gesellschaftsfähig ist – LENZ ist die Geschichte von einem, der aus dem System fliegt - LENZ setzt sich aus - da, wo sich überall versteckt wird, um nicht anzustoßen - LENZ reißt sich auf, öffnet sich ohne Schonung, zeigt seine Wunde.

BÜCHNER hat in seinem LENZ einen schonungslosen Bericht gegeben von einem Heimatlosen – unbehaust in der Welt und im eigenen Leib, von einem, der mit offenen Wunden in der Welt herumirrt. BÜCHNER selbst war nicht so weit weg von solchen Extremzuständen. Seine Krankheiten in psychisch extrem angespannter Lage, seine Flucht aus der hessischen Heimat sind der Situation seines Vorgängers nicht unähnlich. BÜCHNER wusste, dass solch ein pathologischer Fall immer auch die Attacke eines Einzelnen gegen Alle ist. Und so reiht sich LENZ ein in die dornengekrönten BÜCHNERschen Antihelden: Danton. Leonce & Lena. Woyzeck – überall das gleiche System von aufgerissenen und aufgewühlten Seelen.

SCHUBERT hat in seinem berühmten Liederzyklus DIE SCHÖNE MÜLLERIN einen ähnlichen Seelenzustand beschrieben. Die Stimme des verzweifelt wandernden
Müllergesellen, der die Liebe sucht, aber den Tod findet, klingt wie ein Echo der Sprachgewalten des LENZ. Auch im Fall von SCHUBERT ist die Parallele zwischen seiner Komposition und dem eigenen Leben zu finden. Er hat verzweifelt gesucht, nach Liebe und Anerkennung – sein Umfeld jedoch verkannte größtenteils sein Genie. Der italienische Komponist Alberto Mompellio hat eine seelen-sezierende Neukomposition von Schuberts weltberühmten Werk geschaffen, und eine neue Musik für Stimme, Akkordeon, E-Bass und Kontrabass geschrieben.

„. . . ach, wir armen schreienden Musikanten!“ (Lenz)

Premiere: 02.02.2013

Theater Willy Praml - Naxoshalle, Frankfurt


Regie: Willy Praml
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Komposition: Alberto Mompellio
Musiker: Vassily Dück (Akkordeon), Gregor Praml (Bass & Gesang)
Schauspieler: Michael Weber
Tänzer: Andreas Bach

JEDERMANN

Hugo von Hofmannsthals berühmtes „Spiel vom Sterben des reichen Mannes“ ist - in Bezug zur Geld- und Bankenstadt Frankfurt am Main gesetzt - die Vorlage für ein wahres Heimspiel, ein Spiel mit und über diese Stadt.

Mitten im pulsierenden Leben – der Tod.

Der reiche Jedermann sieht sich unerwartet mit dem Tod konfrontiert. der soll ihn vor seinen Schöpfer führen. weder sein treuer Knecht, noch seine Freunde, noch seine Geliebte, auch nicht sein Geld wollen ihn ins Grab begleiten.


"Ein Bankenoratorium mit wummernden Bässen." (Frankfurter Allgmeine Zeitung)

"Ein fortwährendes Totentänzchen mitten im Leben." (Frankfurter Rundschau)

"Eine strenge und doch bunte Inszenierung voller Schönheiten." (Frankfurter Neue Presse)

Jedermann_Bild 1


Regie: Willy Praml
Bühne/Kostüme: Michael Weber
Musik: Gregor Praml / Jakob Rullhusen
Mit: Andreas Bach, Hatice Bayval, Reinhold Behling, Andreina Conti, Jakob Gail, Gabriele Maria Graf, Birgit Heuser, Marvin Bo Kern, Brigitte Korn, Willy Praml, Christian Raab, Claudio Vilardo Michael Weber, Sonja Weber u.a.

Mi Loco Tango

Quartett
auf der Reise zwischen Tango und Italienischer Filmmusik

Vassily Dück

Bajan/ Knopfakkordeon

Irina Bunn

Violine/ Gitarre

Judith Herrmann

Piano/ Keyboards

Gregor Praml

Kontrabass/ Keyboards/ Moderation

Das international besetzte Quartett „Mi Loco Tango“ – ein Bajanist (Knopfakkordeon) aus Russland, eine Geigerin und eine Pianistin aus Deutschland, und ein deutsch-französischer Kontrabassist – hat sich 2002 zusammengefunden, um sich zunächst ausschließlich dem Werk des argentinischen Komponisten und Musikers Astor Piazzollas zu widmen. Ziel war es, die Musik mit den einzelnen Erfahrungen der Mitwirkenden neu zu definieren und sie somit anders zu spielen. Entstanden ist seitdem ein breit gefächertes Repertoire mit den wichtigen Werken aus Piazzollas Vermächtnis – die Klassiker wie „Libertango“ oder „Oblivion“ –, es ist aber durchaus auch von einigen Raritäten durchsetzt – „Tanti Anni Prima“ oder aktuell die beiden Zyklen „Del Diablo“ und „Del Angel“.
Piazzolla, der seine kompositorischen Fähigkeiten auch in die Dienste der Bereiche Theater, Film und Tanz gestellt hat, war es dann auch, der den Auslöser für einen weitergehenden Schritt hin zur Filmmusik brachte, umgesetzt in genau dieser tango-typischen Besetzung wie Mi Loco Tango sie darstellt. Speziell die italienischen Maestri Nino Rota und Ennio Morricone, sowie deren namhafte Kollegen haben es den vier Frankfurter Musikern besonders angetan.
Das Ensemble wurde seit seiner Gründung bereits mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Angefangen mit dem Weltmusikpreis „creole 2007“ über den 1. Preis in der Kategorie Filmmusik beim „32. Festival Internationale Fisharmonica“ (Castelfidardo, Italien) ebenfalls in 2007 und im letzten Jahr dann der bisherige Höhepunkt in der Karriere des Ensembles, der Tangopreis „Libertango“ beim 2. Astor Piazzolla Festival (Lanciano, Italien) in 2008, dessen Juryvorsitz die Witwe von Astor Piazzolla, Laura Escalada-Piazzolla, innehatte.

Zuckerschnecksche, Prinzje & Co

Die schönsten Kinderlieder neu (hand-)gemacht von Frankfurter Musikern

näheres zu diesem von mir produzierten CD-Projekt gibt es auf den Seiten von gregor praml audioproduktion

Lille Peter, Akiko & CO

Die schönsten Kinderlieder der Kulturen

näheres auch hierzu auf den Seiten von gregor praml audioproduktion